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Großbritanniens führender Rolex-Händler erwägt möglichen Umzug nach New York inmitten von Investorendruck

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In einem kühnen Vorschlag hat der aktivistische Investor Gatemore Capital Management Watches of Switzerland (WOSG), den größten Rolex-Händler Großbritanniens, aufgefordert, einen Wechsel seiner Hauptbörsennotierung von London nach New York in Betracht zu ziehen. Diese Empfehlung, die darauf abzielt, den Wert zu maximieren und den Zugang für Investoren zu erweitern, steht im Einklang mit der wachsenden Präsenz des Unternehmens auf dem US-amerikanischen Luxusuhrenmarkt.

Gatemores Argumentation stützt sich auf die sich entwickelnde Umsatzlandschaft des Unternehmens: Während die Einnahmen von Watches of Switzerland im letzten Jahr gleichmäßig aufgeteilt waren – 55 % aus Großbritannien und Europa und 45 % aus den USA – erwartet das Unternehmen bis 2028 eine Verschiebung auf ein Verhältnis von 60:40 zugunsten der US-Einnahmen. Der Investor argumentiert, dass eine Notierung in New York diese Wachstumsentwicklung besser nutzen und die robuste Liquidität der amerikanischen Märkte erschließen könnte, wo Aktien im Russell 2000-Index deutlich höhere Bewertungsfaktoren genießen – durchschnittlich das 25,4-fache des Gewinns gegenüber dem 11,9-fachen des FTSE 250.

Gatemore betonte sein berechtigtes Interesse und gab kürzlich eine wirtschaftliche Beteiligung an 1,9 Millionen Aktien von Watches of Switzerland bekannt, was etwa 0,8 % der gesamten Aktien des Unternehmens ausmacht. Neben dem vorgeschlagenen Börsenwechsel hat das Unternehmen auch einen erheblichen Aktienrückkauf befürwortet und dabei die Überzeugung hervorgehoben, dass Watches of Switzerland trotz des starken Managements von Investoren unterbewertet und missverstanden wird. Ein Teil dieses Missverständnisses, so Gatemore, rühre von der jüngsten Verlangsamung des globalen Luxusmarktes her – hauptsächlich bedingt durch die geringere chinesische Nachfrage –, einem Trend, der Watches of Switzerland nicht betreffe, da es keine Präsenz in China habe.

Weitere Verwirrung stifteten laut Gatemore Marktmissverständnisse bezüglich der Übernahme von Bucherer durch Rolex im letzten Jahr, ein Schritt, den einige als Einstieg von Rolex in den Direktvertrieb interpretierten. Nach einer gründlichen Prüfung unterstützt Gatemore jedoch die Behauptung von Watches of Switzerland, dass die Übernahme durch Rolex defensiv war und darauf abzielte, das Schweizer Erbe zu bewahren, anstatt seine Einzelhandelsstrategie zu ändern.

Watches of Switzerland hat an den Märkten ein schwieriges Jahr hinter sich, wobei die Aktien nach einer Gewinnwarnung im Januar um 39 % seit Jahresbeginn und um 70 % von ihrem Höchststand im Jahr 2021 gefallen sind. Während ein Sprecher von Watches of Switzerland anmerkte, dass das Unternehmen einen „offenen Dialog mit allen unseren Aktionären“ pflege, lehnte er es ab, sich direkt zu Gatemores Vorschlag zu äußern.


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