Richemont veröffentlicht Geschäftsjahresergebnisse
Schmucksegment kurbelt Wachstum an, während Uhrensparte mit Verlangsamung im asiatisch-pazifischen Raum zu kämpfen hat
Richemont, der Schweizer Luxusgüterkonzern, hat seine Ergebnisse für das Geschäftsjahr zum 31. März 2025 veröffentlicht. Der Konzernumsatz stieg trotz schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen um 4 Prozent auf 21 399 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis belief sich auf 3 800 Millionen Euro, was einem Rückgang von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Entwicklung der Schmucksparte
Die Schmuckhäuser – angeführt von Cartier und Van Cleef & Arpels – erzielten einen Umsatzanstieg von 8 Prozent (sowohl auf Ist- als auch auf konstanter Währungsbasis) und erwirtschafteten 15 328 Millionen Euro. Dieses Wachstum untermauerte die Widerstandsfähigkeit des Konzerns und spiegelte die anhaltende Nachfrage nach hochwertigem Schmuck wider.
Trends in der Uhrensparte
Die Uhrenmanufakturen von Richemont verzeichneten einen Umsatzrückgang von 13 Prozent auf 3 283 Millionen Euro. Die größte Belastung war ein Umsatzrückgang von 27 Prozent in Großchina, Hongkong und Macau. Diese Märkte machten zuvor etwa die Hälfte des Uhrenumsatzes der Gruppe aus.
Regionale Umsatzaufschlüsselung
Außerhalb des asiatisch-pazifischen Raums verzeichneten mehrere Regionen Zuwächse. Die Umsätze in Japan stiegen um 30 Prozent, in Nordamerika um 15 Prozent und in Europa um 11 Prozent. Der Nahe Osten und Afrika trugen zusammen 14 Prozent zum Anstieg bei. Alle regionalen Zahlen werden zu konstanten Wechselkursen angegeben.
Vertriebskanäle
Die direkt betriebenen Boutiquen von Richemont erzielten einen Umsatzanstieg von 6 Prozent. Die Online-Umsätze wuchsen um 11 Prozent, was die wachsende Bedeutung des digitalen Handels widerspiegelt. Die Großhandelslieferungen und Lizenzeinnahmen gingen zusammen um 3 Prozent zurück, was im Einklang mit der anhaltenden Verlagerung der Gruppe hin zum Eigenvertrieb und E-Commerce steht.
Ausblick
Die jüngsten Ergebnisse unterstreichen die Stärke der feinen Schmuckhäuser von Richemont, auch wenn die Uhrensparte ein schwieriges Umfeld im asiatisch-pazifischen Raum bewältigen muss. Der Fokus der Gruppe auf selektive Einzelhandelserweiterung, digitales Engagement und Diversifizierung über Märkte hinweg wird voraussichtlich das zukünftige Wachstum unterstützen.
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