Schweizer Uhrenexporte erholen sich im Februar 2026
Nach einem durchwachsenen Jahresauftakt kehrten die Schweizer Uhrenexporte im Februar 2026 zum Wachstum zurück, was eine erneute Dynamik in mehreren Schlüsselmärkten unterstreicht.
Die Gesamtexporte erreichten 2,2 Milliarden CHF, was einem Anstieg von 9,2 Prozent gegenüber Februar 2025 entspricht. Die Erholung wurde maßgeblich durch eine starke Performance in drei wichtigen Märkten vorangetrieben.

Performance nach Material
Besonders ausgeprägt war das Wachstum bei Uhren aus Edelmetallen, die im Wert um 12,4 Prozent zulegten. Zweifarbige Modelle zeigten eine noch stärkere Performance mit einem Anstieg von 38,4 Prozent.
Im Gegensatz dazu verzeichneten Uhren mit Stahlgehäusen einen moderaten Rückgang von 4,6 Prozent, was auf eine unterschiedliche Nachfrage in den Segmenten hindeutet.
Volumentrends
Beim Volumen stiegen die Gesamtlieferungen um 14 Prozent. Uhren aus Edelmetallen und zweifarbigen Ausführungen lagen erneut an der Spitze mit Zuwächsen von 32,7 Prozent bzw. 31,8 Prozent.
Uhren, die unter andere Materialien fallen, trugen ebenfalls positiv bei und stiegen um 16,8 Prozent. Stahlmodelle verzeichneten trotz schwächerer Wertentwicklung immer noch einen Volumenanstieg von 11,3 Prozent.
Performance nach Preissegment
Alle Preiskategorien verzeichneten in diesem Monat ein Wachstum, wobei das Tempo variierte.
Der bemerkenswerteste Anstieg war bei Uhren mit Exportwerten zwischen 500 CHF und 3.000 CHF zu verzeichnen, die im Wert um 18,7 Prozent und im Volumen um 17,4 Prozent zulegten. Modelle im höheren Preissegment über 3.000 CHF expandierten ebenfalls, jedoch mit einer moderateren Rate von 8,9 Prozent im Wert und 8,4 Prozent im Volumen.
Regionale Markt-Highlights
Drei Märkte stachen als Haupttreiber des Februar-Wachstums hervor. Die Exporte in die Vereinigten Staaten stiegen stark um 26,8 Prozent, während Japan einen Anstieg von 23,7 Prozent verzeichnete. Frankreich lieferte den bedeutendsten Anstieg und kletterte um 57,1 Prozent, wodurch der positive Trend den dritten Monat in Folge fortgesetzt wurde.
Die starke Performance in Frankreich könnte teilweise seine Rolle als Transithub für Exporte in andere Regionen widerspiegeln.
Anderswo waren die Ergebnisse gemischter. Hongkong und China verzeichneten nach Zuwächsen im Januar Rückgänge von 5,2 Prozent bzw. 11 Prozent. Singapur und die Vereinigten Arabischen Emirate verzeichneten jeweils ein moderates Wachstum von 5,1 Prozent, was darauf hindeutet, dass die jüngsten Spannungen im Nahen Osten die Nachfrage nach Schweizer Uhren in der Region noch nicht beeinflusst haben.
In ganz Europa stiegen die Exporte um 7,2 Prozent. Das Vereinigte Königreich verzeichnete einen Anstieg von 10 Prozent, während Deutschland und Italien leichte Rückgänge von 3,5 Prozent bzw. 2 Prozent erlebten.
Ein Markt, der von Kontrasten geprägt ist
Die Daten vom Februar zeigen einen Markt, der durch gegensätzliche Trends bei Materialien, Preissegmenten und Regionen gekennzeichnet ist. Während eine starke Nachfrage in Schlüsselmärkten das Gesamtwachstum gestützt hat, deutet die ungleichmäßige Performance anderswo darauf hin, dass die Erholung eher selektiv als einheitlich verläuft.
Im weiteren Verlauf des Jahres wird das Gleichgewicht zwischen diesen Dynamiken wahrscheinlich die Entwicklung der Schweizer Uhrenexporte im Jahr 2026 prägen.
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