Richemont verkauft Baume & Mercier an Damiani Group
Am 23. Januar 2026 gab Richemont den Verkauf von Baume & Mercier an das italienische Schmuckhaus Damiani Group bekannt. Die finanziellen Bedingungen der Transaktion wurden nicht offengelegt. Richemont erwarb Baume & Mercier im Jahr 1988.
Die Veräußerung spiegelt Richemonts anhaltende strategische Neuausrichtung auf das obere Segment des Luxusmarktes wider, während Damiani bestrebt ist, seine Präsenz im Uhrensektor auszubauen.

Quelle: monochrome-watches.com
Strategische Neuausrichtung
Zum Portfolio von Richemont gehören Manufakturen wie Cartier, IWC Schaffhausen, Piaget, A. Lange & Söhne und Vacheron Constantin. In den letzten Jahren hat sich der Konzern zunehmend auf Marken im oberen Preissegment konzentriert.
Baume & Mercier hingegen agierte seit langem im Segment des zugänglichen Luxus. Diese Kategorie erwies sich als besonders wettbewerbsintensiv, insbesondere angesichts der Größe und Fertigungskapazitäten von Rivalen wie der Swatch Group.
Damians Expansion in den Uhrenmarkt
Zum 31. März 2025 meldete die Damiani Group einen Gesamtumsatz von mehr als 380 Millionen Euro, was einem Wachstum von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Übernahme von Baume & Mercier bietet der italienischen Gruppe die Möglichkeit, ihre Präsenz in der Uhrenherstellung zu stärken und über ihr Kerngeschäft Schmuck hinaus zu diversifizieren.
Wie Baume & Mercier unter der neuen Eigentümerschaft positioniert wird, muss noch geklärt werden.
Zeitplan der Transaktion
Der Abschluss der Transaktion wird im Sommer 2026 erwartet. Für eine Übergangszeit von mindestens 12 Monaten nach dem Abschluss wird Richemont der Damiani Group operative Dienstleistungen erbringen, um eine reibungslose Integration von Baume & Mercier in ihre neue Struktur zu erleichtern.
Der Verkauf markiert eine bemerkenswerte Verschiebung im Uhrenportfolio von Richemont und signalisiert die Absicht von Damiani, eine prominentere Rolle in der Uhrenindustrie einzunehmen.
Hinterlassen Sie einen Kommentar