Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH veröffentlicht Exportzahlen für Dezember 2025
Am 29. Januar 2026 veröffentlichte der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie seine neuesten Exportdaten, die zeigen, dass die Schweizer Uhrenexporte im Dezember nach vier aufeinanderfolgenden Monaten deutlichen Rückgangs wieder wuchsen. Der Exportwert stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Prozent und erreichte im Monat 2,1 Milliarden CHF.
Für das gesamte Jahr beliefen sich die Exporte auf 25,6 Milliarden CHF, was einem Rückgang von 1,7 Prozent gegenüber 2024 entspricht.

Volumen und Produktkategorien
Der Aufschwung im Dezember wurde hauptsächlich durch Bimetallmodelle angetrieben, die einen Wertzuwachs von 41,2 Prozent verzeichneten. Andere Kategorien verzeichneten weiterhin eine schwächere Nachfrage.
Mengenmäßig trugen Bimetalluhren ebenfalls erheblich bei und stiegen um 24,9 Prozent. Uhren, die unter andere Metalle klassifiziert sind, stiegen um 25,9 Prozent, während Stahlmodelle um 9,0 Prozent zulegten. Die Gesamtlieferungen für Dezember erreichten 1,4 Millionen Einheiten, ein Plus von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Im Verlauf des Jahres 2025 sanken die Exportvolumina jedoch um 4,8 Prozent, wobei die Gesamtlieferungen 14,6 Millionen Einheiten betrugen.
Preissegmente
Alle Preiskategorien verzeichneten im Dezember einen Wertzuwachs. Besonders stark war die Performance im Segment von 200 bis 500 CHF, das um 20,6 Prozent stieg.
In der traditionell dominierenden Kategorie der Uhren über 3.000 CHF stiegen die Exporte wertmäßig um 2,1 Prozent, obwohl die Volumina in diesem Segment um 1,8 Prozent zurückgingen.
Schlüsselmärkte
Ein wichtiger Faktor für die Verbesserung im Dezember war die Senkung der US-Importzölle von 39 Prozent auf 15 Prozent. Infolgedessen stiegen die Exporte in die Vereinigten Staaten um 19,1 Prozent.
Frankreich verzeichnete einen noch stärkeren Anstieg von 50,8 Prozent, was eine zuvor negative Entwicklung umkehrte. Singapur und das Vereinigte Königreich verzeichneten ebenfalls ein Wachstum von 13 Prozent bzw. 9,3 Prozent.
Andernorts blieb die Nachfrage unter Druck. Die Exporte nach Hongkong sanken um 8,0 Prozent, nach China um 6,8 Prozent, nach Japan um 1,9 Prozent, in die Vereinigten Arabischen Emirate um 5,2 Prozent, nach Deutschland um 20,8 Prozent und nach Italien um 20,1 Prozent.
Trotz des positiven Jahresabschlusses in Bezug auf den Wert spiegeln die jährlichen Gesamtzahlen einen Rückgang der Stückzahlen wider, was die ungleichmäßige Erholung in den Märkten und Produktkategorien unterstreicht.
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