Breguet stellt die Experimentale 1 vor
Die finale Veröffentlichung anlässlich des 250-jährigen Jubiläums von Breguet ist ein beeindruckendes Zeugnis technischen Ehrgeizes. Die Experimentale 1 läutet eine neue Linie ein, die sich der forschungsgetriebenen Uhrmacherei widmet, und interpretiert die Marine-Ästhetik durch ein fortschrittliches Hochfrequenz-Tourbillon mit einer völlig neuen magnetischen Hemmung mit konstanter Kraft neu.

Quelle: monochrome-watches.com
Präzision neu denken: Drei Faktoren in einem Mechanismus adressiert
Die Genauigkeit einer mechanischen Uhr wird durch drei miteinander verbundene Faktoren bestimmt. Der erste ist der natürliche Rückgang des Drehmoments, das vom Federhaus abgegeben wird, wenn es sich entspannt. Diese Energieabnahme verändert die Amplitude der Unruh und führt zu Abweichungen, es sei denn, sie wird durch ein System kompensiert, das eine konstante Kraft liefern kann.
Der zweite Faktor ist der Einfluss der Schwerkraft auf das Regulierorgan. Im Jahr 1801 entwickelte Abraham Louis Breguet das Tourbillon, um Positionsfehler auszugleichen, indem er die Unruh und die Spirale in einen kontinuierlich rotierenden Käfig platzierte, was den Einfluss der Schwerkraft reduzierte.
Das dritte Element ist die Stoßfestigkeit. Uhren sind Stößen und Beschleunigungen ausgesetzt, die die Gleichmäßigkeit der Unruh stören. Stabilität unter solchen Bedingungen ist für die Aufrechterhaltung der Präzision unerlässlich.
Die Experimentale 1 versucht, alle drei Faktoren gleichzeitig zu adressieren.

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Eine neue magnetische Hemmung mit konstanter Kraft
Das Herzstück des Uhrwerks ist eine Hemmung mit zwei Hemmungsrädern, die jeweils mit einer Magnetspur ausgestattet sind. Ein Hebel mit magnetischen Paletten schwingt innerhalb dieser Spur. Das System funktioniert nach dem Prinzip der konstanten Kraft. Wenn das Drehmoment unter einen bestimmten Schwellenwert fällt, stoppt das Tourbillon schnell. Oberhalb dieses Schwellenwerts schwingt die Unruh mit voller Amplitude und gewährleistet eine stabile Leistung.
Ein Schlüsselmerkmal des Designs ist die Trennung der vom Hemmungsrad abgegebenen Impulse vom restlichen Räderwerk. Die Trägheit des Tourbillonkäfigs hat minimale Auswirkungen auf die Unruh. Die Unruh selbst ist von der Rotationsachse des Tourbillons versetzt und arbeitet mit einer Frequenz von 10 Hertz. Die Uhr trägt das Breguet Scientific Gütesiegel, das eine geprüfte tägliche Abweichung von plus/minus einer Sekunde anzeigt.
Zwischen den beiden Hemmungsrädern sitzt ein Zwischenrad, das unbeabsichtigte Sprünge verhindert. Die meisten Tourbillonkomponenten sind aus nichtmagnetischen Materialien gefertigt. Die Spirale besteht aus Silizium, während andere Teile aus Titan oder Nivagauss-Legierung hergestellt werden.
Obwohl die Architektur unkonventionell ist, behält die Hemmung die vertraute Präsenz einer Ankergabel bei. Sie wird jedoch magnetisch angetrieben, wodurch ein kontaktloser Impuls entsteht, der Reibung an diesem kritischen Punkt eliminiert. Dies ist grundlegend für das konstante Kraftverhalten des Mechanismus.

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Kaliber 7250: Eine neue Generation von Breguet-Technik
Diese Innovationen sind in das neue Kaliber 7250 integriert, ein proprietäres Uhrwerk, dessen Schlüsselkomponenten aus Breguet Gold gefertigt sind, einer 18-karätigen Legierung, die spezifisch für die Manufaktur ist. Das Uhrwerk verfügt außerdem über eine patentierte Doppel-Federhausarchitektur. Zwei gestapelte Federhäuser sitzen entlang der Achse von 3 bis 9 Uhr, jedes mit zwei Zugfedern. Ein Saphir-Separator trennt die Ebenen und sorgt für einen stabilen Betrieb. Insgesamt ermöglichen vier Zugfedern eine gleichmäßige Energieverteilung im gesamten Uhrwerk, was eine Gangreserve von 72 Stunden ergibt.

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Ein zeitgenössischer Ausdruck des Breguet-Designs
Das Design der Experimentale 1 ist eckiger und moderner, als es für die Marke typisch ist. Das Gehäuse, gefertigt aus Breguet Gold, misst 43,5 Millimeter im Durchmesser und 13,3 Millimeter in der Höhe. Die Bandanstöße sind durchbrochen und kombinieren verschiedene Oberflächenbearbeitungen, darunter Sandstrahlen, Brünieren, Satinieren und eingelegtes Breguet Gold mit blauer ALD-Beschichtung. Das Gehäusemittelteil zeigt eine aktualisierte Interpretation der traditionellen Breguet-Rändelung.
Die Uhr ist inspiriert von der Breguet-Taschenuhr Nr. 3448, bekannt für ihre Regulator-Anzeige. Das Saphirzifferblatt ist streng symmetrisch aufgebaut. Das Tourbillon nimmt die obere Hälfte ein, darunter befindet sich eine dezentrale Zeitanzeige über dem Federhaus-System. Die zifferblattseitig sichtbaren Brücken sind entweder aus unbehandeltem Breguet Gold gefertigt oder mit Satinierung, polierten Fasen und dunkelblauem Lack versehen.
Der Sekundenzeiger ist am Tourbillon montiert. Die Minuten werden auf einem schwebenden weißen Ring angezeigt, der sich über den Käfig erstreckt und mit Leuchtmaterial behandelt ist. Die Zeiger interpretieren klassische Breguet-Formen neu und erhalten eine ALD-Beschichtung und Leuchtmasse. Die gesamte Zifferblattstruktur ruht auf vier Goldsäulen.

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Die Experimentale 1 tragen
Das integrierte Kautschukarmband ist mit Druckknöpfen an der Unterseite ausgestattet, die einen praktischen Schnellverschluss bilden. Das Modell ist auf fünfundsiebzig nummerierte Exemplare limitiert.

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Preise
Der Richtpreis für die Breguet Experimentale 1 beträgt 320.000 Schweizer Franken.
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