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Marloe Skysplitter: Echte GMT-Zeit, kein Schnickschnack

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Ein brillantes Heilmittel gegen den schmerzhaft teuren Schweizer GMT-Überlegenheitskomplex.

Modernes Fliegen ist eine würdelose Angelegenheit. Zwei Stunden lang wird man wie Vieh durch die Sicherheitskontrolle getrieben und hofft verzweifelt, nicht versehentlich eine 150-ml-Flasche Sonnencreme im Handgepäck vergessen zu haben – nur um anschließend ins Flugzeug geschoben zu werden, wo die Person vor einem ihren Sitz direkt in die Kniescheiben rammt. Ein kleiner Trost in diesem modernen Elend ist die Reiseuhr – genauer gesagt: die GMT-Uhr.

Man mag mich zynisch nennen, aber die Haltung der Schweizer Uhrenindustrie zu GMT-Uhren fand ich schon immer ein wenig beleidigend. Soweit ich mich erinnern kann, musste ich für eine „echte“ Flyer-GMT das Äquivalent eines soliden Familienkombis auf den Tisch legen und mich anschließend noch artig dafür bedanken, dass mein Name auf eine dreijährige Warteliste gesetzt wurde. Genau deshalb fühlt sich die Skysplitter von Marloe Watch Company wie ein persönlicher Sieg an. Sie wird in Oxfordshire montiert, kostet sehr vernünftige 599 £, verlangt also keine Umschuldung des Eigenheims und ist eine waschechte Fliegeruhr mit echter mechanischer Power.

Leuchtstark und zweckmäßig

Marloe ließ sich von schnellen Mehrzweckjets wie dem Tornado inspirieren. Das mehrschichtige Zifferblatt der Skysplitter ist stark strukturiert und wirkt dadurch tief, ohne überladen zu erscheinen. Auch die Zeiger im Stil eines Höhenmessers sind geschmackvoll gestaltet, und ein hauchdünner Sekundenzeiger mit gestreiftem Gegengewicht im Warnstreifen-Look sorgt dafür, dass alles gut ablesbar, leuchtstark und zweckmäßig bleibt.

Mit 40 mm Durchmesser und einem angenehm zurückhaltenden Bandanstoßmaß von 46 mm passt dieses Modell tatsächlich an ein menschliches Handgelenk. Es ist nur 12,45 mm hoch und aus seewasserbeständigem Edelstahl 316L gefertigt. Marloe hat sich für ein „Aero“-Gehäuse mit zwei Oberflächen entschieden: Es kombiniert ein sandgestrahltes, mattes Mittelteil mit einer durchgehend polierten Fase, die das Kabinenlicht perfekt einfängt, wenn man nach Gin Tonic greift. Außerdem wurde es mit einer coolen Anti-Fingerabdruck-Beschichtung versehen, sodass man nicht die halbe Flugreise damit verbringt, Schmierflecken mit dem Pullover vom Stahl zu polieren.

Die Power unter der Haube

Jahrelang bedeuteten erschwingliche GMT-Uhren, dass man sich mit einem „Caller“-Werk zufriedengeben musste, bei dem sich nur der 24-Stunden-Zeiger verstellen lässt. Das funktioniert prima, wenn man am Schreibtisch sitzt und eine Niederlassung im Ausland im Blick behalten will. Auf Reisen ist es jedoch ausgesprochen lästig, die ganze Uhr neu stellen zu müssen, nur um die Ortszeit anzuzeigen. In der Skysplitter arbeitet das Miyota 9075 – und genau das macht diese Uhr für eine unabhängige Neuerscheinung so beeindruckend. Sie ist eine „echte“ Flyer-GMT. Nach der Landung muss man nur die Krone lösen und den Stundenzeiger in präzisen Sprüngen von einer Stunde direkt auf die Ortszeit stellen, vorwärts oder rückwärts. Minuten- und Sekundenzeiger laufen weiter, sodass die Genauigkeit erhalten bleibt, während die Uhr mit ruhigen 28.800 Halbschwingungen pro Stunde weitertickt.

Dazu kommen eine solide Gangreserve von 40 Stunden und ein integriertes Antischocksystem. Und da moderne Reisen die Uhr einer ganzen Reihe von Magnetfeldern aussetzen – von den Sicherheitsscannern am Flughafen bis zum Cockpit selbst –, hat Marloe praktisch einen Faradayschen Käfig ins Gehäuse eingebaut, der das Werk vollständig abschirmt.

Montage in Oxfordshire und überzeugende technische Daten

Marloe montiert die Skysplitter am Firmensitz in Oxfordshire. Das bedeutet, dass die Menschen, deren Namen auf dem Zifferblatt stehen, die Qualitätskontrolle direkt verantworten. Die Designer haben ein flaches Saphirglas mit einer robusten Antireflexbeschichtung auf der Innenseite gewählt, damit man die Uhrzeit tatsächlich ablesen kann, statt nur das eigene Spiegelbild anzustarren. Und obwohl es sich um eine Fliegeruhr handelt, ist sie bis 200 m wasserdicht und hat eine verschraubte Krone. Sollte man auf dem Weg zu einem Meeting irgendwie im Wasser landen, kann man also sicher sein, dass die Uhr den Schwimmversuch deutlich besser übersteht als man selbst.

Erste Klasse zum Economy-Preis

Die großen Luxusmarken haben uns glauben lassen, eine richtige Flyer-GMT müsse Tausende Pfund kosten. Doch die Marloe Skysplitter trifft genau ins Schwarze. Die Proportionen stimmen, und die Uhr hat eine unverwechselbare, britisch geprägte Persönlichkeit. Selbst wenn man nur für einen kurzen Wochenendtrip in einen Billigflieger steigt, gibt einem die Skysplitter das Gefühl, etwas ausgesprochen Leistungsfähiges am Handgelenk zu tragen

Hier finden Sie die Uhr


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