Patek Philippe enthüllt bahnbrechende Cubitus Kollektion nach 25 Jahren
Patek Philippe hat mit der Einführung seiner Cubitus-Linie Wellen in der Luxusuhrenbranche geschlagen und damit die erste neue Uhrenkollektion der Marke seit einem Vierteljahrhundert auf den Markt gebracht. Der Start verlief jedoch nicht ohne Kontroversen; sehr zum Leidwesen von Patek führte ein Leak vor der offiziellen Enthüllung zu Spekulationen über die Echtheit der Kollektion unter Sammlern und Enthusiasten gleichermaßen.

Das Leak erfolgte einige Tage vor der öffentlichen Vorstellung und stammte aus einer Anzeige, die im Fortune Magazin veröffentlicht wurde. Diese frühe Enthüllung löste eine Flut von Diskussionen auf Social-Media-Plattformen und YouTube aus, wobei viele Anhänger die Legitimität der Uhren bezweifelten. Erfahrene Sammler, die wir interviewten, äußerten sich skeptisch, einige schlugen sogar vor, die Marke könnte das Leak absichtlich inszeniert haben. „Wir haben in unserer Strategie nicht viele Überraschungen“, kommentierte ein Patek-Manager bei einem Vorab-Dinner in München und deutete damit ein grundlegendes Engagement für Markenkonsistenz an.
Diese neue Linie, Cubitus genannt, weist ein eckigeres Gehäuse auf, das eine frappierende Ähnlichkeit mit Pateks ikonischer Nautilus hat. Thierry Stern, Präsident der Marke, betonte die Bedeutung der Evolution statt einer kompletten Neuerfindung und erklärte: „Man sollte nicht immer alles von Grund auf neu erfinden... Nehmen Sie das Beste von dem, was Sie kennen, und verbessern Sie es.“ Das Flaggschiffmodell, die Ref. 5822P, misst 45 x 9,6 mm und ist aus Platin gefertigt; es enthält bekannte Designelemente wie das marineblaue horizontal geprägte Muster und die Stunden- und Minutenzeiger sowie einen markanten Baguette-Diamanten am Gehäuserand.

Bemerkenswert ist, dass die Cubitus-Kollektion eine wesentliche Modifikation aufweist: eine quadratische Form des achteckigen Gehäuses, die einige Beobachter als brutalistische Ästhetik beschrieben haben. Das Design wird als Hybrid wahrgenommen, beeinflusst von der Nautilus, Gerard Charles und Cartier Santos Dumont – eine Verschmelzung, die Stern und sein Team bewusst anstrebten. Ein weiteres markantes Merkmal der Ref. 5822P ist ihre Großdatumsanzeige bei 12 Uhr; im Gegensatz zu ihren Vorgängern kommt dieses Modell mit einem Armband aus strapazierfähigem Verbundmaterial, das mit einem Stoffmotiv geprägt ist, eine Abkehr vom typischen Platinarmband, das als zu schwer für den täglichen Gebrauch galt.
Im Herzen der Cubitus-Linie schlägt Patek Philippes neues Kaliber 240 PS CI J LU, eine technische Weiterentwicklung, die auf dem Kaliber 240 PS IRM CLU basiert. Dieses innovative Uhrwerk bietet mehrere Funktionen, darunter eine Großdatumsanzeige, eine Mondphase und Wochentagsanzeigen, die synchron in nur 18 Millisekunden wechseln. Die Entwicklung dieses Uhrwerks führte zu mehreren Patenten, was das Engagement der Marke für modernste Uhrmacherkunst unterstreicht.
Im Layout behält das Platinmodell viel vom klassischen Nautilus-Design bei, mit Hilfszifferblättern für Mondphase und Sekunde, aber es fehlt die Gangreserveanzeige. Zusätzlich sind zwei weitere Variationen – Ref. 5821/1A und Ref. 5821/1AR – ebenfalls Teil der neuen Kollektion; sie weisen unterschiedliche Materialien und Zifferblattfarben auf, spiegeln aber das Layout der bekannten Nautilus-Serie wider.

Die anfängliche Resonanz auf die Cubitus-Kollektion zeigte eine Mischung aus Skepsis und Faszination unter Sammlern und Enthusiasten. Influencer in der Vintage-Uhrengemeinschaft gaben Feedback, das von Belustigung bis Unzufriedenheit reichte. Einige stellten fest, dass das neue Design lediglich eine quadratische Version der Nautilus zu sein schien; es schien jedoch, dass viele diese Stücke trotzdem ihren Sammlungen hinzufügen wollten. Selbst in einem Post-Pandemie-Umfeld, in dem die Euphorie für Luxusuhren nachgelassen hat, hält die Nachfrage nach Patek Philippe, insbesondere der Nautilus, an – oft mit jahrelangen Wartelisten.
Stern äußerte bei der Diskussion über die Parallelen zur Nautilus einen gewissen Stolz und gab zu: „Sie haben Recht.“ Er räumte offen ein, dass die Inspiration für die Cubitus sowohl aus den Nautilus- und Aquanaut-Linien als auch aus Pateks historischen quadratischen Modellen stammte. Seine eigenen früheren Entwürfe spielten ebenfalls eine Rolle, was die Verbindung zum Erbe der Marke weiter unterstreicht. Letztendlich zielte Stern darauf ab, eine quadratische Uhr zu schaffen, was zur Benennung der Cubitus führte. Was wie ein einfaches Konzept erscheinen mag, war in der Tat das Ergebnis jahrelanger engagierter Entwicklung.
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